Sumida Aquarium <角田水族館>& Ueno Zoo <上野動物園>

Sumida Aquarium <角田水族館>& Ueno Zoo <上野動物園>
Skytree von Ueno Koen aus — Benjamin Lobmueller (2023)

EDIT: Das gestellte Bild von oben hat noch gefehlt.

One-Two-Three-Skytreeeeeeeee

Einen sehr windigen aber warmen Samstag nutzten wir zum Besuch von Ueno Zoo, nachdem wir am Tag zuvor schon das Sumida Aquarium und Skytree besucht hatten.

Tokyo Skytree, der höchste Turm der Welt, und nach dem Burj Khalifa in Dubai und dem Merdeka 118 in Kuala Lumpur auch das dritthöchste Gebäude der Welt ist immer einen Ausflug wert. Als eingefleischter Invidualist, neigt man ja gerne dazu solche "klassischen" Touristenziele zu umgehen — manchmal sind sie es aber dann doch einfach wert.

Skytree mit Rhododendron
Skytree mit Pflaumenblüte und Mond (Februar 2023)

Um Skytree herum ist ein Unterhaltungskomplex, der ein Shopping Center, ein Aquarium, ein Planetarium und das Post-Museum beinhaltet. Das Shopping Center hat einen guten Kinderladen, indem wir uns mit kleinen Buggys beschäftigen, während Charlotte Mittagsschlaf in der Trage macht. Unser "Schlachtschiff"-Buggy passt hier häufig gerade so durch die Supermarktregale und so ein parktischer Ultrakompakter wäre schon was...

Trage ist aber eigentlich auch immer gut.

Auf dem Weg nach oben stören eigentlich nur die vielen, lauten, unbemaskten, amerikanischen Touristen, aber der Blick ist trotz Wolken und Nebel einfach fantastisch. Irgendwie hat man wenn man so eine Stadt von oben sieht einfach eine andere Perspektive auf das große Ganze. Fast wie in den Bergen.

Ein Foto aus einem anderen Jahr mit Sonnenschein. Gut zu erkennen ist auch die Schule; die haben nämlich alle ein 25m Schwimmbad auf dem Dach.

Nachdem wir uns im Food Court gestärkt haben (Charlotte wählt das Thai Kids Menu mit Reis und Fried Chicken, Benjamin warme Soba Nudeln und Janina ein vegetarisches Masaman Curry), gehen wir am Nachmittag ins Sumida Aquarium.

Jetzt sind wir bereit für das Aquarium.

Das Sumida Aquarium ist nicht wirklich mit den kleinen Fischtanks in Deutschland zu vergleichen. Die großen Aquarien im Eingangsbereich, gleichen Kunstinstallationen. Auf Fotos natürlich alles nicht wirklich gut festzuhalten.

Es folgt ein Raum in dem Quallen gezüchtet werden, die im Schwarzlicht leuchtend beinah hypnotisch in ihren Tanks kreisen. Das große zentrale Becken mit Mantas, Haien und Taucher kann von mehreren Stellen begutachtet werden.

Unterwasser ganz nah.

Ueno Zoo

Pandas vielleicht ein andermal

Der Ueno Zoo am nächsten Tag hat Charlotte nicht ganz so im Bann, obwohl sie den ganzen Tag nur noch vom Panda spricht. Ob es daran liegt, dass unsere Station und unser Stadteil Kanda heissen oder dass sie einen kleinen Spielzeug-Panda hat, wissen wir nicht. Bevor wir aber zu den Pandas gehen, stärken wir uns im Zoo Restaurant. Überraschenderweise gibt es auch hier eine vegane Currybowl, die besten Pommes der letzten 10 Jahre und für Charlotte das Udon Kindermenü.

Charlotte mag Udon.

Wir schauen etwas neidisch auf die selbstgemachten Lunches der Familie mit der wir uns den Tisch teilen - die Kinder derselbigen schauen neidisch auf Charlottes Kids Menü.

Allgemein sind wir aber doch sehr positiv überrascht von unserem Kind - in Stuttgart waren wir selten so viel unterwegs und man wird ja schnell der Meinung, dass alles immer so sein muss wie zu Hause. Nun in der neuen Umgebung und Rhythmus passen wir uns aber alle schnell an - vor allem Charlotte: anderes Essen wird mehr als akzeptiert; sie isst oft genausoviel oder mehr als wir (inklusive Fisch und Fleisch). Mittagsschlaf unterwegs - kein Problem; ob Trage oder Wagen, nach dem Mittagessen schläft sie, (fast) egal was um sie rum passiert. Und nach etwas Übung schäft sie dann auch mal an der lauten und belebten Bahnstation ein und stört sich keineswegs an dem Trara drumherum.

Um die Pandas im Zoo aber in Echt zu sehen, müssten wir uns dann aber für eine Stunde mit chinesischen Touristen in die Schlange stellen — danke nein. Zum Glück schläft Charlotte (in der Trage — siehe Buggy-Problematik weiter oben), und wir können somit noch einen Parkspaziergang genießen.

Mann gegen Möwe

Ob Park oder Zoo oder Skytree — die Touristen Hotspots sind schön, aber mittlerweile schon wieder ganz schön überrannt. Erwischt man einen Moment in dem hauptsächlich Japaner da sind, geht alles sehr entspannt zu, kommen allerdings zu viele Amerikaner und Chinesen ins Spiel wird es schnell laut und hektisch und anstrengend.

Die Faszination Japans kam für mich (Benjamin) zum Teil stets daher, dass es kein Land ist, das vom Tourismus lebt. Allerdings hat sich das in den letzten 10 Jahren geändert und die Regierung fördert den Tourismus sehr. Wir sind gespannt, wie sich das und Japan entwickeln.

— cjb aus Kanda